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Kreidespray-Aktion am Strand: Vorbereitung der Fläche

Kreidespray-Aktion auf einem Beachvolleyballfeld im Taunus

Ein Erfahrungsbericht

Sommer 2017. Wir planen, unsere ersten Erfahrungen von Kreidespray-Markierungen auf Sandflächen zu machen. Auf Straßen und Gehwegen haben wir ja bereits eine Menge Erfahrung gesammelt und dokumentiert. Jetzt die neue Herausforderung: SAND, BEACH oder auch REITPLATZ. Wie wird es dort funktionieren?

Es ist der 04.07.2017. Das Wetter ist brillant.

Die Genehmigung haben wir erhalten, das Auto ist gepackt. Los geht es. Wir fahren zu einem Beachvolleyballfeld im Taunus.

1. Versuch: Der Sand ist trocken. Das sieht nach den besten Bedingungen aus. Wir starten mit einem großen Besen und versuchen damit die Fläche möglichst eben zu machen. Legen die Schablone auf, beschweren sie mit Steinen und sprühen mit Kreidespray. Jetzt nehmen wir vorsichtig die Schablone wieder auf. Das ist bei Sand nicht ganz einfach. Uff, das Ergebnis ist nicht ganz so toll geworden. Wir haben recht starke Untersprühung und so ist die ganze Sache nicht so gut lesbar. Und auch sprüht man schnell über den Rand der Schablone hinaus. Aber das kennen wir ja schon von der Straße. Das kann man mögen oder auch nicht. Dafür jedenfalls gibt es ja eine einfache Lösung, indem man den Rand mit Pappen oder Folien abdeckt.

2. Versuch: Jetzt ist unsere Logoschablone dran. Die Schriften sind ca. 40 mm hoch, der Durchmesser des Logos ist ca. 550 mm. Was kann man denn besser machen und eine richtig schöne Kennzeichnung erhalten? Wir versuchen Lücken durch das Einstreuen von Sand zu füllen. Das ist schon sehr aufwendig und auch nicht ganz einfach, den Sand dann wieder von der Schablone zu bekommen…Ein Versuch ist es wert. Wir sprühen mit neonblau. Das Ergebnis ist gut geworden, jedoch ist es insgesamt zu kompliziert, wie wir finden. Was aber ist denn die Lösung? Es soll doch schnell gehen und gut aussehen.

Beim Unterkehren der Kreidekennzeichnungen haben wir gemerkt, dass der Sand nur wenig unter der Oberfläche noch feucht ist. Feuchter Sand. Kann es das sein? Bekommen wir so einen guten Untergrund und besonders eine gute Kennzeichnung hin?

3. Versuch: Wir arbeiten uns zu dem feuchten Bereich der Sandfläche vor und glätten die Fläche mit dem Besen. Wir nehmen wieder die erste Schablone. Die Schrift ist ca. 35 mm hoch, Logodurchmesser ist ca. 280 mm. Die Schablone liegt gut und relativ plan auf. Dieses Mal sprühen wir mit schwarzem Kreidespray. Peng. Das Ergebnis ist sehr viel besser, vergleicht man es mit dem ersten Versuch. Man kann alles lesen. Aber auch hier wieder: Der Aufwand ist einfach zu groß, sich bis an den feuchten Sand vorzuarbeiten. Und außerdem liegt die Kennzeichnung jetzt vertieft.

Was ziehen wir aus diesem tollen Tag?

  • Gut, wenn die Schriften und Logos möglichst groß sind. Je grober ein Untergrund ist, desto wichtiger ist es, große Schablonen zu haben.
  • Der Untergrund sollte möglichst glatt gezogen und evtl. sogar gedrückt werden.
  • Der Sand sollte möglichst feucht sein. So kann man ihn gut glätten und die Schablone gut auflegen.

Ich denke, dass wir es noch besser machen können. Also haben wir sofort nach unserer Rückkehr eine Liste gemacht. Gut so. So sind wir auf unseren zweiten Tag gut vorbereitet.

Werkzeug-Liste:

  1. Verputzer-Latte zum groben Egalisieren
  2. Wasser-Sprayflaschen zum Befeuchten der Sandoberfläche
  3. Spachtel zum Glätten
  4. Andrückrolle zum Verdichten der Oberfläche
  5. Gewichte zum Beschweren der Schablone
  6. Pappen zur Randabdeckung

Es ist der 14.07.2017. Das Wetter ist wieder brillant.

Leider ist es etwas stürmisch. Das macht es nicht leichter – der Wind trägt das Spray dann schon weit über die Schablonen hinaus. Aber wir haben ja auch die Abdeck-Pappen dabei. Es wird schon klappen. Los geht es!!! ACTION!
Wir sind sehr gespannt, ob wir mit unseren Erfahrungen und dem neuen Werkzeug Erfolg haben werden.

Wir nehmen wieder die STAR-LOGOS Schablone. Vorher bereiten wir uns den Untergrund vor. Und das klappt prima. Erst ziehen wir den Sand grob mit der Verputzer-Latte ab, so dass keine tiefen Löcher mehr da sind. Dann befeuchten wir mit den Wasser-Sprayflaschen die Fläche, glätten mit der Spachtel und drücken den Sand mit der Schaumstoffrolle etwas an. Ach ja, immer wieder sprühen wir etwas Wasser auf. Wir haben jetzt eine glatte und stabile Fläche. Das geht schnell und sieht vielversprechend aus. Die Schablone liegt gut und plan auf, die Gewichte drücken sie auch schön an. Und damit wir nicht über den Rand sprühen, verwenden wir auch die Pappen zur Abdeckung. Und Los. Wir sprühen pink. YES!!! Super. So haben wir es uns vorgestellt. Selbst die eher kleine Schrift ist sehr gut lesbar! Es gibt kaum mehr Untersprühung. Nur der Rand ist trotz Abdeckung vollgesprüht. Der Wind drückt den Sprühnebel einfach unter die Abdeckungen. Allerdings ist das nur noch ein feiner Nebel, der sich leicht mit der Rolle oder einem Handfeger entfernen lässt. Und beim nächsten Mal können wir auch das besser. Ich denke, dass Packpapier und Holzleisten zum Fixieren hier einen besseren Dienst leisten werden. Ganz sicher.

Die beiden Galerien zeigen Fotos von beiden Tagen in der Reihenfolge. Einfach draufklicken, um den Galerie-Viewer zu starten.

Ich hoffe, ihr habt für eure Aktion hier ein paar gute Tipps finden können. Also, wer im nächsten Sandkasten, Beachvolleyballfeld, am Strand oder auf dem Reitplatz eine Kennzeichnung mit Kreidespray machen möchte, wird das sicher auch prima hinbekommen. Viel Erfolg!!!